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Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit

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09.05.2018 - Artikel

Deutschland gehört zu den größeren internationalen Kooperationspartnern Sambias. Zu den vereinbarten Schwerpunkten der Zusammenarbeit gehören:

·         Wasser- und Sanitärversorgung

·         Gute Regierungsführung (Dezentralisierung, Förderung von Bürgerbeteiligung, gute finanzielle Regierungsführung/öffentliches Finanzwesen)

Zusätzlich wird in zwei weiteren Bereichen kooperiert:

BMZ-Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger

Durch mehrere Projekte wird die Vernetzung von Privatsektor, Zivilgesellschaft und staatlichen Stellen unterstützt, um landwirtschaftliche Innovationen zu fördern und Mangelernährung zu bekämpfen: Ein "Grünes Innovationszentrum" fördert Kompetenzen und technologische Neuerungen von der Produktion bis zur Vermarktung für die Wertschöpfungsketten Leguminosen und Milch. Durch Vorhaben der Agrarfinanzierung wird Bäuerinnen und Bauern ermöglicht, zum Beispiel Kredite für den Erwerb von Saatgut oder den Kauf von Traktoren aufzunehmen und sich in Finanzfragen und Betriebsführung zu schulen. Ein weiteres Vorhaben hat zum Ziel, die Mangelernährung zu bekämpfen.

Energie

Angesichts des Klimawandels will Deutschland vordringlich erneuerbare Energien im südlichen Afrika im Rahmen eines regionalen Ansatzes fördern. Die Bundesregierung hat Unterstützung für Investitionen in erneuerbare Energien in Sambia zugesagt; so wird zum Beispiel ein innovatives Programm zum Ausbau von Solarstrom in Kooperation mit der Privatwirtschaft gefördert.

Schwerpunkt Wasser- und Sanitärversorgung

In Sambia ist die Versorgung sowohl der Stadtbewohner als auch der Landbevölkerung mit angemessenen Sanitärdienstleistungen ein großes Problem. Insbesondere in den stark anwachsenden Stadtrandgebieten, wo ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt, ist die Sanitärversorgung meist schlecht. Eine klimabewusste Bewirtschaftung der wertvollen Wasserressourcen steckt noch in den Anfängen.

Angesichts des Klimawandels liegt ein Fokus der Zusammenarbeit darauf, das nachhaltige Management der sambischen Wasserressourcen zu verbessern. Wasser wird für die Versorgung der Menschen, aber auch für die Energiegewinnung, die Landwirtschaft, den Bergbau sowie Industrie und Gewerbe benötigt. Damit die wertvollen Wasserressourcen trotz Klimawandel dem Land und der Region erhalten bleiben, ist eine gute Planung und Kooperation aller Beteiligten notwendig. Die dazu erforderlichen Prozesse werden von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit intensiv unterstützt.

Schwerpunkt Regierungsführung

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert gute Regierungsführung in Sambia als Grundlage einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und erfolgreichen Armutsbekämpfung. In folgenden Bereichen setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit an:

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit berät im Rahmen von Vorhaben zur guten finanziellen Regierungsführung das Finanzministerium und die sambische Steuerbehörde zum verbesserten Management öffentlicher Finanzen und zur Erhöhung des Steueraufkommens.

Deutschland unterstützt zudem die Umsetzung der sambischen Dezentralisierungspolitik. Die Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit konzentrieren sich auf die Beratung der zuständigen Ministerien sowie ausgewählter Distrikte zu Themen wie Haushaltsplanung, Finanzmanagement, Raumordnung und Dienstleistungsorientierung.

Im Handlungsfeld Bürgerbeteiligung stärkt Deutschland zivilgesellschaftliche Partnerorganisationen und Netzwerke, damit diese sich wirksamer in politische Entscheidungsprozesse einbringen können. Gemeinsam mit der EU wird daran gearbeitet, den Zugang insbesondere ärmerer Menschen zur Justiz zu verbessern.